Freispiel – schlecht für die Bildung?

576px-Meyerheim_Versteckspiel_ausschnitt

Wie hartnäckig das Kinderspiel in der Schublade Spiel und Tand landet, zeigt der Philosoph Arthur Schopenhauer:

»Zu Erzieherinnen unserer ersten Kindheit eignen die Weiber sich gerade dadurch, dass sie selbst kindisch, läppisch und kurzsichtig, mit einem Worte, Zeit ihres Lebens große Kinder sind: eine Art Mittelstufe, zwischen dem Kinde und dem Manne, als welcher der eigentliche Mensch ist. Man betrachte nur ein Mädchen, wie sie, Tage lang, mit einem Kinde tändelt, herumtanzt und singt, und denke sich, was ein Mann, beim besten Willen, an ihrer Stelle leisten könnte.«

Bestimmt hat der Mann ziemliches Pech mit Mama und Papa gehabt. Und eine besonders lustige Kindheit dürfte er auch nicht genossen haben, wenn ihn das Tändeln und Spielen derart ankratzt. Aber ich sehe nicht, dass diese Haltung heute wirklich so ganz überwunden ist. So waren die ersten Forderungen nach »früher Bildung« (sie gingen vor allem von den deutschen Unternehmerverbänden aus) mit dem Hinweis garniert, dass man in den Kitas doch bitte die Tändelei begrenzen möge: Man wünsche sich, so die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände in einem Memorandum an die Bildungspolitik, eine bessere »Strukturierung« des Kindergartentages mit einer Abwechslung von »Lern- und Übungsphasen, Spiel- und Ruhephasen, mit Einzel- und Gemeinschaftsaktionen …«. Ein bisschen mehr Ordnung bitteschön, der Bildung wegen. Und der Unternehmensberater Prof. Jürgen Kluge, der Initiator der bis heute erfolgreichen Bildungsinitiative »Haus der kleinen Forscher«, knüpfte sich gleich die Erzieherinnen vor: »Viele von ihnen«, schrieb er in einem damals viel beachteten Buch, »sehen eine ihrer vornehmsten Aufgaben gerade darin, das Kind vor den Härten der Realität zu schützen.« Die lassen die Kleinen nur spielen!

Ich will damit niemandem frauen- oder kinderverachtendes Denken à la Schopenhauer unterstellen, aber wenn man den hektischen Umbau der Elementarpädagogik der 2000er Jahre Revue passieren lässt, dann klingeln einem die kritischen Töne gegen das Kinderspiel ziemlich schrill in den Ohren. In dem damals neu aufgestellten Bayerischen Bildungsplan wurde das Freispiel gleich mal zur pädagogischen Problemzone erklärt: Die »Qualität der Freispielprozesse« müsse dringend »verbessert« werden! Und zwar »durch gezielte Unterstützungsmaßnahmen«. Ausgerechnet die Kinder werden dazu als Kronzeugen aufgerufen: kein Kind wolle »nur spielen« – es wolle sich vielmehr auch »mit ernsthaftem Tun« befassen. Einfach nur spielen, nein Danke!

Dass der Ernst des Spiels dann auch glückt, sei Aufgabe der Erzieherinnen. Sie sollen durch »systematische Begleitung und didaktische Aufbereitung« dafür sorgen, dass sich das mit dem Freispiel verbundene »beiläufige Lernen« zum »spielerischen Lernen« hin entwickelt. Dazu sollten sie das Freispiel zum Beispiel »durch weitere Bildungsansätze ergänzen« – etwa durch »Projekte und Workshops.«

Workshops, im Ernst. Was sich Kinder eben so wünschen. Denken wir doch nur an unsere eigene Kindheit zurück: wie gut hätten wir die eine oder andere Arbeitseinheit zur Verbesserung unseres Freispiels gebrauchen können! Überhaupt: was hätte aus uns werden können, hätten unsere Erzieherinnen damals schon die Finessen der Frühen Bildung drauf gehabt!

Das jetzt der Klugheit dienende, verbesserte Spiel wird im Plan übrigens als »unterstütztes Freispiel« bezeichnet. Wie nett! Die Kleinen bekommen bei der Ausübung ihrer Freiheit Unterstützung.

Damit das Freie an der Freiheit nur nicht den anderen Zielen in den Weg kommt.

 


Dieser Beitrag ist übrigens ein mir wichtiger Gedankenschnipsel aus meinem neuen (und gleichzeitig alten) Buch: Menschenkinder: Artgerechte Erziehung – was unser Nachwuchs wirklich braucht. Nach 5 Jahren und 4 Auflagen habe ich nämlich die »Menschenkinder« komplett überarbeitet, sie erscheinen demnächst. Mit dem Buch beziehe ich Stellung zu den aktuellen Debatten rund um Erziehung, Bildung und Förderung unserer Kinder. Ich gehe insbesondere der Frage nach, wie sich die uralten Bedürfnisse der Kinder mit dem modernen Wahnsinn vertragen, in dem wir da gelandet sind.

Stillen als Schändung ?

xx_brunnen

Heute hat mich folgende Meldung der Schweizerischen Depeschenagentur erreicht:

Schändung – Zürcher Mutter gibt 7-jähriger Tochter die Brust – Vater verurteilt

(sda, 13.04.2016) Eine Mutter aus dem Zürcher Limmattal hat ihrer Tochter noch im achten Altersjahr die Brust gegeben. Weil der Vater dies zuliess, ist er unter anderem wegen Schändung zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt worden. Die Mutter wird sich noch vor dem Dietiker Bezirksgericht verantworten müssen.

Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft sind happig: Sie wirft einem Ehepaar „Schändung“ und „sexuelle Handlungen mit Kindern“ vor, wobei das Opfer deren gemeinsame Tochter ist.

Die Mutter soll ihre normal entwickelte, über siebenjährige Tochter regelmässig, während jeweils 20 Minuten an ihrer Brust nuckeln gelassen haben. Dies obwohl sie längst abgestillt hatte und das Kind längst keine Muttermilch mehr trank.

Wie die Staatsanwaltschaft festhielt, habe das urteilsunfähige Kind das Vorgehen ihrer Mutter nicht richtig einordnen können.

Der aussergewöhnliche Fall, mit dem sich die Zürcher Justiz beschäftigte, flog auf, als die Mutter nach Weihnachten 2014 ihren Mann verliess – und dieser seine Ex-Lebenspartnerin anzeigte.

Die Staatsanwaltschaft leitete daraufhin Ermittlungen ein – gegen beide Elternteile. Inzwischen wurde nun der Vater per Strafbefehl rechtskräftig verurteilt.

Der Vater unternahm nichts.

Gemäss Strafbefehl hat der Mann zwar sein Missfallen über die Handlungen der Mutter geäussert. „Allerdings hat er über mehrere Jahre hinweg keine weiteren Schritte unternommen, um diesem Tun seiner Frau Einhalt zu gebieten.“

Weil er nicht eingeschritten sei, habe der Mann die sexuellen Handlungen seiner Frau unterstützt. Quasi als Mittäter wurde er nun zu einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu 30 Franken verurteilt. Gegen die Mutter wurde ebenfalls Anklage erhoben. Sie wird sich vor dem Bezirksgericht Dietikon verantworten müssen.

++++Ende der Meldung++++

Ich wurde nun angefragt, was ich von dieser Meldung halte. Und gebe meine Antwort hier einfach wieder, weil ich meine, dass dieser Fall breit diskutiert, besprochen und von möglichst vielen Eltern und Fachleuten beurteilt werden sollte. Schliesslich geht es um Fragen der Biologie, der Moral, der kulturellen Normen – aber auch um Bürgerrechte: kann ich als Vater jetzt meiner Ex das Sorgerecht entziehen lassen, weil die unser Kind noch stillt? Und wenn ja, in welchem Alter? Schließlich wird der Vater angeklagt, er habe „über mehrere Jahre hinweg keine weiteren Schritte unternommen, um diesem Tun seiner Frau Einhalt zu gebieten“. Wann hätte er „einschreiten“ sollen? (Und wenn ja, wie?)

Hier also meine Gedanken und Überlegungen zu dem „Fall“:

Ganz vorneweg bin ich in Sorge, dass hier die Justiz eine Frau für ein Verhalten kriminalisiert, das die Beamten nicht wirklich gut einschätzen können. Stillen ist ein kulturell kanalisiertes Verhalten, entsprechend unterschiedlich wird es rund um die Erde, aber auch hierzulande in den unterschiedlichen Elternschaftsmilieus gehandhabt.  Einfach aus der Dauer des Stillens (zu dem Begriff gleich mehr) auf einen Missbrauch zu schliessen, ist eindeutig unzulässig. Denn:

  • für das 7-jährige Kind ist die Brust nicht sexuell konnotiert, dasselbe ist für die Mutter anzunehmen, das Stillen ist hier bis zum Beweis des Gegenteils als ein  gewohnheitsmäßiges Beziehungsritual anzusehen. Ich selber kenne keinen Fall, in der eine Mutter sich mit ihrer Brust in sexueller Absicht über ihr präpubertäres Kind hermacht. Insofern wird es interessant sein, wie das Gericht eine mögliche Schädigung des Kindes begründen wird.
  • wie viel Milch beim Stillen übertragen wird, dürfte weder dem Vater noch dem Richter bekannt sein. Die Übergänge zwischen einer laktierenden und einer nicht laktierenden Brust sind fliessend, und bei regelmäßigem Anlegen ist anzunehmen, dass nach wie vor eine Laktation stattfindet, wenn auch in geringem Ausmaß. Stillen hat immer auch eine nicht-nutritive Funktion, hier sind sich alle Experten einig, und selbst wenn letztere in diesem Fall im Vordergrund steht, spricht das nicht per se für ein pathologisches Verhältnis.
  • aus Sicht der evolutionären Verhaltensforschung fällt das Alter des Kindes weder aus dem evolutionsbiologisch plausiblen noch aus dem in unterschiedlichen Kulturen beschriebenen Rahmen (Näheres und Literaturangaben hierzu in meinem Buch: Kinder verstehen. Born to be wild – wie die Evolution unsere Kinder prägt, Kösel 2015. Siehe auch meine Zusammenfassung hier: http://kinderverstehen.de/images/Langzeitstillen_140210.pdf, sowie: Nelson et al, Pediatrics, 2000, http://pediatrics.aappublications.org/content/pediatrics/105/6/e75.full.pdf), hier ein Auszug aus diesem Fachartikel, der das Stillverhalten in 35 traditionellen Gesellschaften untersucht:

Most of the societies (14/35) wean their infants at 2 to 3 years of age, and in 12 societies, the children are older than 3 years of age, eg, Amdaman women never wean their infants as long as they are able to suckle them. In Korea, mothers wean their infants normally at 2 or 3 years of age, but when there are no younger children, they suckle their children until they are 7 or 8 years old, sometimes even to 10 or 12.

  • die kinderärztlichen Fachgesellschaften definieren die normale Stilldauer als „individuelle Entscheidung, die gemeinsam von Mutter und Kind getroffen wird“ (auch aus diesem Grund erscheint mir die Rolle des Vaters in diesem Fall bedenkenswert, er ist seit den 1950er Jahren auch in Bezug auf die Stillentscheidung nicht Vormund der Frau, es erscheint seltsam, wenn er dann  von der Justiz als solcher behandelt wird, aber das nur am Rande).

Ich bin über diesen Fall einigermaßen schockiert, aus mehreren Gründen:

Der erste ist ein persönlicher: als junger Kinderarzt in den USA war ich in einen Fall involviert, in dem eine arabischstämmige Großmutter wegen sexuellen Missbrauchs ihres Enkels tatsächlich in Haft genommen wurde – sie hatte den Penis des Neugeborenen geküsst (in ihrem Kulturraum ein normales Verhalten bzw. Ritual). Das hat mich gelehrt: wir müssen vorsichtig sein, wenn wir „sittliche“ Urteile fällen. Und ganz zentral nicht die Verletzung kultureller Normen, sondern eine mögliche Schädigung des Kindes in den Mittelpunkt unserer Bewertungen stellen: wird dieses Kind durch diese Stillbeziehung geschädigt?

Der zweite Grund betrifft die in meinen Augen unzureichende Begründung: die Auffassung, dass hier ein  Missbrauch vorliege, wird hier ja tatsächlich aus normativen Vorstellungen abgeleitet („normale“ Stilldauer), deren Hintergrund die Richter weder  kennen noch kennen können. Dasselbe gilt für die Einschätzung der Laktation, die letzten Endes fachlich fragwürdig vorgenommen wird („keine Milch mehr, warum still sie dann…?“).

Ich hoffe und würde mir wünschen, dass in diesem Fall mehr Fachpersonen um Rat gefragt werden, etwa die Berufsverbände der Stillberaterinnen, die mit solchen Fragen vertraut sind. So wie es ist, habe ich ein sehr ungutes Gefühl (auch übrigens wegen der Berichterstattung der Pressemeldung, die im Grunde keine Meldung ist, sondern in Stil, Wortwahl und Duktus eine Verurteilung darstellt).

 

Und dem kann jetzt gar nicht mehr hinzufügen, ich bin echt gespannt, wie das jetzt weitergeht. Wird der Mutter jetzt ihr Kind wegen „Schändung“ weggenommen? Wie empfindet das Kind, was geht in ihm vor?

Kinder und Sonne

xx_sonne_sun-451441_1920

Kleine Kinder sind ja nicht mehr so oft draußen. Aber wenn sie mal draußen sind, dann tragen sie eine ziemlich auffällige Spezialausrüstung: Schirmmützen mit Ohrenklappen und Nackenschutz sind Standard, das langärmelige T-Shirt sowieso, und was vom Gesicht noch rausschaut, ist weiß bemalt: Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor fünfhundert. Mindestens. Wie kleine Feuerwehrmänner. Oder kleine Imker. Die Kinder schützen sich aber nicht vor Bienen, und auch nicht vor Flammen – sondern vor der Sonne. Denn die ist gefährlich: Mit jedem Sonnenbrand steigt das Risiko für Hautkrebs!

Nun will ich nicht den Hautkrebs kleinreden. Und dennoch würde ich die Kleinen gerne von ihren Schutzanzügen befreien. Vielleicht macht das den Weg nach draußen dann auch ein bisschen leichter? Denn: Kinder und Sonne – das gehört eigentlich zusammen. Kein Kinderbild ohne Sonne! ALLE Kinder sehen die Sonne als etwas Freundliches, Vitales, Heiteres! Für mich jedenfalls ist klar: Dass Millionen von Kindern das einschlägige Süßgetränk von Capri schlürfen, liegt nur daran, dass es einen unwiderstehlichen Namen hat: Capri-Sonne!

Also, was ist schlecht an der Sonne? Ihre Strahlung eben. Aber genau das stimmt eben NICHT. Die Sonne ist eigentlich ein Gesundheitsspender (ich habe das ausführlich in meinem Buch „Wie Kinder heute wachsen – Natur als Entwicklungsraum“ beschrieben): Wissenschaftler, die deren Wirkungen auf uns Menschen erforschen, kommen regelrecht ins Schwärmen. Sonnenlicht sorgt nämlich nicht nur dafür, dass Vitamin D in unserer Haut gebildet wird – und gerade Kinder brauchen dieses Vitamin für den Aufbau starker Knochen. Sonnenlicht bringt zudem alle möglichen Botenstoffe im Körper auf Trab. Und die wiederum stärken das Immunsystem – so lässt sich etwa zeigen, dass Atemwegsinfektionen im Winter bei Menschen mit niedrigen Vitamin-D-Spiegeln deutlich häufiger vorkommen. Aber das Sonnenvitamin kann noch mehr: es wirkt auch im Gehirn und sorgt dort regelrecht für Stimmung. So lässt sich nachweisen, dass durch das Licht draußen der Neurotransmitter Dopamin ausgeschüttet wird – ein für Glücks- und Belohnungsgefühle zuständiger Botenstoff! Kein Wunder, dass der sonnenarme Winter für viele Menschen auch ein Stimmungstief mit sich bringt: ohne den Schwung der Sonne neigt das Gehirn zur Klebrigkeit. Neuerdings wird sogar die Vitamin D-Versorgung der Mutter in der Schwangerschaft mit einer besseren geistigen Entwicklung des Kindes in Zusammenhang gebracht.

Nun ist vor wenigen Wochen eine Studie erschienen, die Eltern gerade deshalb interessieren sollte, weil sie ihre Kinder ja vor Risiken schützen wollen. Sie legt eines nahe: wir sollten uns das mit den Schutzanzügen vielleicht doch noch mal überlegen. Denn, was diese Studie aussagt, ist das: Zu wenig Sonne ist für die Gesundheit ebenso riskant wie ausgerechnet das, was besorgte Eltern vielleicht noch mehr fürchten als die Sonne: das Zigarettenrauchen. Tatsächlich hatten in dieser Studie Nichtraucher, die die Sonne meiden, die gleiche Lebenserwartung wie Raucher, die häufig an der Sonne sind. Und insgesamt hatten die der Sonne Ausgesetzten nicht nur eine längere Lebenserwartung, sondern erkrankten auch seltener an Herz-/Kreislauferkrankungen und Immunkrankheiten.

Nun kann man solche Beobachtungsstudien sicherlich nicht überbewerten, aber die hier relativ sauber erhobenen Befunde passen gut zum Stand der Wissenschaft, die den Sonnenstrahlen eben BEIDES zuweist: ein Schutz- und ein Risikopotential. Und ersteres, das ist der Punkt dieser Studie, wird notorisch unterschätzt.

Dabei ist es doch gar nicht so schwer die Balance zu halten:

Kinder brauchen Auslauf, viel und regelmäßig. Von ganz klein auf. Es gibt keine effektivere (und gemeinere) Art, um schon aus Säuglingen unzufriedene, quengelnde Wesen zu machen, als sie den ganzen Tag drinnen zu halten. Für die Größeren gilt das Gleiche.

Also raus, an die Strahlen, und statt Schutzpanzer bitte mit einer Portion Vernunft.

Ziel ist nicht die Vermeidung der Sonne, sondern die Vermeidung des SonnenBRANDES.

Der lässt sich nicht nur durch Sonnencreme, sondern auch durch Gewöhnung verhindern: Sind Kinder das ganze Jahr über viel im Freien, gewöhnt sich ihre Haut schonend an das Sonnenlicht: sie wird robuster und dunkler.

Bei den meisten Kindern, zumal in den Übergangsjahreszeiten, kann man auf diesen „Hautschutz durch Gewöhnung“ vertrauen (die extremen „Kelten“ unter uns bilden da eine Ausnahme, die Eltern wissen das oder kriegen das schnell raus).

Wenn die Sonne dann richtig sticht, also in der prallen Mittagshitze, sind die Kinder im Schatten oder drinnen besser aufgehoben.

Eincremen: diesen Schutz brauchen Kinder vor allem im Gebirge, am Strand, oder wenn sie sonstwie lange baden gehen. Oder wenn die erste Märzsonne vom Himmel brezelt. Aber an normalen Tagen, muss nicht gleich die Supercreme ausgepackt werden (schon ein Lichtschutzfaktor von acht reduziert die Vitamin-D-Bildung um 97 Prozent).

Und noch einmal: der beste Sonnenschutz ist die Sonne selbst – wer bei Wind und Wetter draußen sein darf und dann auch noch ein paar Regeln der Vernunft beachtet, braucht sich vor den Risiken der Sonne nicht zu fürchten. Er darf sie richtig genießen. Ohne Angst.