Jetzt habe ich schon so viel geschrieben…

… aber jetzt wo ich diesen Blog anfange, habe ich schon ein bisschen Respekt. Was ich schreibe geht ja echt sofort raus in die weite Welt! Kann es nicht mehr zurückholen oder wieder einfangen! Aber ich versuch´s mal. Also, der erste Post sollte eigentlich darauf hinweisen, dass meine Webseite www.kinder-verstehen.de jetzt ein neues Gesicht hat, und auch ein paar neue Inhalte. Für das Gesicht ist mein Sohn Johannes verantwortlich, der das ohne Murren gemacht hat, obwohl mir ständig was Neues eingefallen ist.

Das wars schon, uff.

22 Gedanken zu „Jetzt habe ich schon so viel geschrieben…

  1. Vielen Dank für diesen Blog(start). Ich bin gespannt.
    Durch Ihre Bücher habe ich schon viele Menschen zum umdenken angeregt und sie (die Bücher) erleichtern die Kursarbeit sehr.

    Herzliche Grüße,
    Melanie Hill

  2. Jawoll!! Sehr schön!! Das vertreibt die Zeit bis zum neuen Buch! Ohne ihr Bücher würde bei uns wirklich vieles anders und schlechter laufen! Ich empfehle sie natürlich fleißig an ALLE in meinem Umfeld, die schwanger sind. Und höre nur Gutes von den dann viel entspannteren, werdenden Eltern!

    Yippie!!!

    Lieben Gruß!

  3. Dann mal als Hinweis an den Webmaster: Das PDF „Eltern_family_08_2013.pdf“ unter „Kinder haben einen eingebauten Risikoschutz“ wird in drei verschiedenen Readern nicht angezeigt und als fehlerhaft/defekt moniert.

  4. Nach dem oben stehenden technischen Hinweis, mal was eher inhaltliches:

    Bei ihrem neuesten Werk („Wie Kinder heute wachsen“) haben sie ja mit Gerald Hüther zusammengearbeitet. Zum einen ist dieser selbst ja nicht ganz unumstritten (ADHS Alm-Projekt) und zum anderen würde ich persönlich sie beide jetzt als eher unterschiedliche „Typen“ bezeichnen. Er, eher die Konfrontation suchend (s. zB Thema ADHS), sie, eher ausgleichend (trotz Streitschrift „Menschenkinder“) und stärker abwägend. So zumindest mein persönlicher Eindruck aus der Ferne, da ich ja keinen von ihnen beiden wirklich persönlich kenne. Und wenn sie schon einen Blog haben, dann könnte ich mir vorstellen, dass es sicherlich einige der Leser (sowohl ihre als auch die von Hüthers Büchern) interessieren könnte, wenn sie mal ein bißchen über die Enstehung von „Wie Kinder heute wachsen“ und auch über die Zusammenarbeit mit Herrn Hüther schreiben würden?
    Natürlich nur, wenn das nicht zum ewigen Zwerwürfnis zwischen ihnen und Hüther führt 😉

  5. Lieber Herr Grimpe,
    … nett von Ihnen (und Danke für den technischen Hinweis…). Wir haben lange überlegt, wie wir das genau hinkriegen sollen, es kann ja ganz schön anstrengend sein, wenn man a) einen gemeinsamen Schreibstil finden will (gibt es so was überhaupt?), und dann vielleicht b) auch noch genau rauskriegen will, wer jetzt in welcher Frage mit seiner Perspektive mehr oder weniger zum Zug kommen soll… Wir haben es dann so gemacht, dass ich den roten Faden entwickelt habe und Herr Hüther dazu dann aus seiner neurobiologischen Dimension jeweils eine Perspektive dazu geschrieben hat. Das hat (finde ich) hervorragend geklappt – man wandert sozusagen auf einem Weg – und kommt da immer wieder an besonderen Ausblicken vorbei, wo man dann stehen bleiben kann – so will ich das jetzt mal in der Urlaubssaison beschreiben.

    • @Wunschkind: Ob sich „Entwicklungsschübe“ (nach van de Rijt) wirklich mit einer eher wissenschaftlich untermauerten Sicht auf Kinder wirklich vertragen? Das Buch (Oje …) verkauft sich wie geschnitten Brot, aber liegt das nicht viel eher daran, dass es nahezu perfekt unser archaisches Verlangen nach Kausalität befriedigt? Ich persönlich habe eigentlich nie verstehen können, warum ein komplexes biologisches System (Kind) sich „sprunghaft“ entwickeln sollte und dann auch noch nach einem ziemlich genau festgelegten Zeitplan? Ich habe bislang auch noch nicht davon gehört, dass diese Thematik mal von anderen wissenschaftlich untersucht worden wäre. Gerade wenn man zb Largos „Babyjahre“ anschaut, dann sieht man ja wie groß die Spannbreite ist, in der die Entwicklung abläuft. Nicht dass ich Largo jetzt in allen Fällen zustimmen würde, aber rein vom Beobachtungsstandpunkt her, hat er halt eine relativ große Datenbasis.

      • Es besteht kein Zweifel daran, dass die sogenannten „Entwicklungssprünge“ bisher höchst unwissenschaftlich, weil im Grunde ununtersucht sind. Unser persönlicher Erfahrungsumfang umfasst insgesamt zwar nur vier Kinder (und eine Vielzahl gelesener Fälle) aber wir können zumindest für uns (eher persönlich und halbwissenschaftlich bloggend 😉 feststellen: Wir erkennen durchaus das Muster dieser Sprünge verlässlich wieder. Es ist immer wieder von uns beobachtet worden, dass der Erwerb von kognitiven Fähigkeiten mit vorübergehenden Verhaltensänderungen einher ging. Dass das Thema bisher nicht umfassender untersucht wurde, lässt für uns nicht den Schluss zu, dass solche Sprünge in der Entwicklung grundsätzlich nicht existieren. Die motorische Entwicklung erfolgt auch nach einem relativ verlässlichen Plan (in Sprüngen wie „jetzt laufen können“ – warum soll das für die kognitive Entwicklung nicht auch zeitlich nicht so ganz variabel möglich sein?

        • @Wunschkind: > (in Sprüngen wie “jetzt laufen können”

          Auch dazu kann ich natürlich nur zwei Anekdoten (aka persönliche Erfahrung) beisteuern, aber bei „uns“ sah das halt anders aus. Meine beiden konnten nicht „schwups“ plötzlich (frei) laufen. Da war zuerst das gehaltene Stehen am (niedrigen) Couchtisch. Dann irgendwann ein zaghafter Schritt seitwärts – der meist mit Absturz endete. Nach diversen Abstürzen kam dann der Punkt, wo es nicht gleich abwärts gibg. Also kamen immer mehr wackelige Schritte dazu. Parallel dazu dann auch mal das Loslassen (erst nur eine Hand, dann beide), das sowohl in Absturz oder in erneutem Festhalten enden konnte. Das ganze zog sich über eine durchaus längere Zeit hin und das „gehaltene“ Laufen wurde zusehends sicherer und die Zeiten den freien Stehens wurde länge. Irgendwann dann auch mal der erste „freie“ Schritt. Entweder Absturz oder wieder schnell nach dem Tisch greifen. Langsamer Übergang in den „freien“ Gang, der anfangs aus maximal 2-3 Schritten und dann einem Plumps auf den Hosenboden bestand. Die Anzahl der Schritte wurde mehr, der Gang weniger wackelig und irgendwann könnte man dann definert haben „kann laufen“.
          Fazit: Wieviele Worte habe ich jetzt benötigt, um „kann JETZT laufen“ zu beschreiben? Also für MICH klingt das nicht nach einem plötzlichen Auftreten (und auch keiner meiner Bekannten, Nachbarn etc berichtet über so einen unterwarteten Quantensprung), oder?
          War das bei dir/euch anders? Und wie definierst du den Punkt „kann laufen“?

          • Bei uns konnte man das tatsächlich auf den Tag genau festlegen. Meine Tochter lief exakt eine Woche vor ihrem Geburtstag einfach sicher los, mein Sohn lief seine ersten Schritte auf den Tag genau mit 18 Monaten. Bei uns war es ein „gestern noch nicht“, aber „heute plötzlich und seitdem dauerhaft“.
            Aber noch mal – es ist (wurde ja auch hier in den Kommentaren bestätigt und ich empfehle dazu ein Besuch in einschlägigen Elternforen) vollkommen unbestritten, dass es bestimmte Altersphasen gibt, in denen Kinder sich auffallend anders benehmen. Die einen mehr, die anderen weniger. In jedem Falle sehe ich in dem Buch nach wie vor keinen Schaden, auch wenn es unbestreitbar wissenschaftlichere und sinnvollere Literatur zu konsumieren gibt. Womit wir dann wieder bei Herrn Dr. Renz-Polster wären :-).

          • Diese Erfahrungen haben wir auch gemacht, alle drei haben sich ganz unterschiedlich „auf den Weg“ gemacht . Einer forsch einer zaghaft und einer musste quasi dazu „gezwungen werden “ das Laufen zu beginnen.

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